Well…come 21 – Grenzraum von Kunst und Wissenschaft ZUSAMMENTREFFEN XV

Resonanz

Muster, die verbinden

Übergang zur Komplexität

Symposium – 6./7. November 2008 & 22./23. Januar 2009

unbegrenztes Integral

Grundlage von Geist und Materie

Verbindung/Überwindung von Materie/Geist

Selbstbeschreibung der Kunst

Grundlage unserer Neurobiologie

Aufmerksamkeit moduliert Wirklichkeit

Selbstorganisation wahr-nehmen

Basis von Intelligenz

immaterieller Mittler quantischer Möglichkeiten

Grundlage von Kommunikation bis zu den Zellen

Leitstern im Begriffsuniversum

…und eine offene Frage

Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, Aula, 11-19 Uhr
Well…come 21 – Grenzraum von Kunst und Wissenschaft
www.wellcome21.de, m.schoene@hbk-bs.de

Im Begriff der Resonanz findet man das verbindende Integral vieler Fachgebiete, vom Quantencomputer durch alle Biowissenschaften, über aktuelle Ansätze aus der Pädagogik, Psychologie und Kunstwissenschaft etc. bis hin zu unseren Bewegungs-Abläufen und den ältesten Ritualen. Die Kunst kann sich sogar selbst damit beschreiben. Interessant daher, dass von Seiten der Naturwissenschaft zu Resonanz und ihren Mustern wenig bekannt ist. Ein weißer Fleck in der Landschaft, den das Symposium angehen will, - und nicht nur theoretisch.

Hintergrund:

Zwischen den Polen von Materie und Geist, von Physis und Psyche, von Realität und Bewusstsein, - und seiner 5000-jährigen Begriffsgeschichte -, steigt ein alter Begriff neu auf, der anfänglich als Brücke dient, um dann als einziger Fokus zu verbleiben. Eine Brücke, die auf jeder Skala seinen Dienst tut, von der universalen Gravitation bis zur Quantenphysik, die aus den quantischen Möglichkeiten (Wirklichkeit) materielle Realitäten schöpft. Resonanz ist ein Fokus, der jenseits aller Dualismen agiert, weil er sie alle integriert und zu EINER Bewegung formt. Alles steht dabei informativ in Verbindung, ist Teil eines Ganzen, aber eben nicht alles ist Eins.

In der Vorstellung von Resonanz lösen sich Dualismen auf und es entsteht eine Ahnung von Komplexität, - was erst einmal Stress bedeutet, wenn neue, viel kompliziertere Muster zu verstehen sind. Besonders, wenn wir nie gelernt haben diese überhaupt wahrzunehmen. Lebendige Muster gehen über die bisherige Auseinandersetzung mit zwei- und dreidimensionalen Symbolen und Zeichen hinaus, da immer Prozesse und Bewegung gemeint sind. Dies ist eine wichtige Funktion dieser neuen Formen, da wir an die Symbole, die wir uns geschaffen haben, kaum mehr glauben.
Resonanz ist an sich immateriell, ein Hermes zwischen den Welten/Skalen, und eventuell mehr, der eigentliche Schlüssel zum Wunder des Lebens, was im übertragenen Sinne unzweifelhaft zutrifft. Muster, also Formen, würden somit vom Folgephänomen zum Ausgangspunkt. Die Aufgabe der Tagung ist es, zu beginnen die Phänomene von Resonanz zusammenzutragen.

Komplexität:
Realität entsteht durch Entscheidungen, durch Hinsehen, Hinhören, in der Wissenschaft durch Messungen, – immer durch Aufmerksamkeit, was in der Umkehr andere Zusammenhänge ausblendet. Wir stehen nun aber natur-, als auch geisteswissenschaftlich schon länger an der Schwelle zur Komplexität. Selbst einfache Resonanzsysteme erzeugen eine Komplexität, die unser Bewusstsein rasch überfordern, - eine Reihe auch widersprechender Wahrheiten/Informationen, die sich alle in Bewegung befinden – und alle von Nöten sind (auch wenn ungleich wahr). Die Komplexität unseres Gehirnes ist zudem kein einfaches Resonanzsystem, oder gar unser ganzes Nervensystem, oder jedem anderen Teil von uns, - oder uns als Ganzem – unendlich komplex. Als Bild haben wir jedoch einen direkten Weg zur Information in den Formen, der unser Unbewusstes ungefiltert erreicht. Immer vorausgesetzt das Gehirn wäre ein Erzeuger komplexer Muster und daher auch ein guter Interpreteur.

Die nicht-empirische, aber eindeutige Forschung des Projektes (z.B. www.brain-avatar.de) weist nun darauf hin, dass jede Frequenz auch ein Resonanzfeld darstellt, - was als unstrittig gelten kann, obwohl meist unbeachtet, - und diese Muster eine völlig unwahrscheinlich hohe Ordnung aufweisen. Frequenzen sind eine Beschreibungs-Möglichkeit, - seine Muster jedoch beschreiben die Prozesse unmittelbar, lassen Selbstorganisation wahrnehmen.
Ein Bio-Resonanzfeld ist ein räumlich ausgebreitetes Muster von komplexer Information für jeden Raumpunkt, das man sich immer als einen zeitlichen Ablauf vorstellen muss. Ein Muster in Bewegung. Ein 4-D-Feld, das sich hervorragend zur Übertragung hochkomplexer Steuerfunktion eignet. Ein Feld, das wir uns noch vorstellen müssen, da lebendige Mikroschwingungen bisher nicht visualisiert wurden. Auch der Avatar ist eben ein Avatar, ein Doppelgänger, eine Imitation des eigentlichen unsichtbaren Phänomens. Frequenzen sind eine universelle Sprache, und Sprachen finden ihren Ursprung in Formen oder Klangformen (z.B. Ägyptisch, Chinesisch, Sanskrit etc.), - die Form ist nicht die zufällige Folge. Warum sollte das auf Zellebene, auf leiblicher Ebene, anders sein? Wir haben immer schon gemerkt, wenn etwas funktioniert und dieses Muster nachgeahmt.

Will sagen: Die überfordernde Komplexität kann sich etwas lichten, wenn der Fokus auf die Muster fällt, da diese aus Millionen Einzelinformationen einen Bild-Prozess formen, der die Ordnung in der Komplexität erkennen lässt. Ein Gedanke, der für Kunst und Naturwissenschaft gleichermaßen aufregende Perspektiven ermöglicht. Obwohl uns die Bio- und Neurowissenschaften seit 10 Jahren Flacker-Muster vor Augen führen, geschieht dies höchst unbewusst, die Daten werden als Zahlen weiterverarbeitet, wo dann erst mal untergeht, was dann mühsam gesucht wird, - z.B. in der Hirnforschung Synchronisation. Bei Resonanz zahlt sich zerlegen nicht wirklich aus.

Nun wagen sich eine Reihe von Natur- und Geisteswissenschaften mehr oder minder bewusst in dieses Feld vor, Quantencomputing und Nano-Resonator sind dabei lediglich die prominentesten Beispiele, neben einigen stillen geisteswissenschaftlichen Entwicklungen zum Thema.

Fritz-Albert Popp definierte bei unserer ersten Projekt-Tagung im Jahre 2002 den Hohlraumresonator als kleinste Bewusstseinseinheit, was nahtlos und interdisziplinär an ähnliche Vorstellungen anschließt, z.B. die Form-Vorstellungen von Deleuze und Sloterdijk. Das Forschungsprojekt hat sich seitdem mit der Form von Resonanz auseinandergesetzt, - besser: mit einem Meer von Möglichkeiten, aber auch höheren Ordnungen, die jedem sehr vertraut vorkommen. Die Daten als Ganzes zu sehen, da ist nichts zufällig oder unwichtig, denn das schwingt alles in demselben körperlichen Raum.
Die Ausarbeitung des Begriffes „Resonanz“ ist nötig, um viele Prozesse selbstorganisierender Intelligenz besser verstehen zu können, z.B. bei der Kommunikation, auch auf zellulärer Ebene. Zwingend logisch verbleibt dabei Resonanz bzw. ihre Muster als einzig verbleibender Träger von Informations-/Steuer-Intelligenz. Zudem eignen sich Resonanzmuster so besonders als Mittler, da sie an sich völlig immateriell, aber Materie formen. Komplexe Muster können uns die „Software“ erklären, die uns möglich macht. Es geht um das effizienteste, schnellste System für hochkomplexe Aufgaben (Banane schälen und schwerer), das die Natur hervorgebracht hat. Da die Effizienz unerklärt ist, scheint jeder Hinweis zu den Phänomenen von Resonanz hilfreich. Auch könnte sich dieses Wissen für gesellschaftliche und private Zusammenhänge als nützlich erweisen.

Man kann sagen: Die unsichtbaren Muster von Biologie und Neurobiologie sind nicht nur Stellvertreter, sondern der eigentliche Träger der Intelligenz, sind ursächliche Antriebe von Selbstorganisation in der beobachtbaren Realität. Seine geordneten komplex-chaotischen Abläufe bilden Aktivitätsmuster, die einen vollendeten Ausdruck der quantischen Phänomene in der materiellen Welt repräsentieren. Wenn die Form Bedeutung trägt, sollte sich Resonanz auch als Mittler zur AUTOMATISCH-SOFORT-ALLE-Organisation der Quanten herausstellen, die höchste Effizienz und Flexibilität unvorstellbar vereint.

Neue Formen / Muster (meint auch Klang und Duft etc.) könnennn uns auf unbewusstem Wege hochkomplexe neue Muster und somit neuronale Handlungsmöglichkeiten eröffnen. Unser Bewusstsein vollzieht dies eventuell erst Jahre später nach. Aus dieser Perspektive erscheint die Evolution des Bewusstseins auf die Verfeinerung/Erneuerung der Form gerichtet,- IconoCluster / IkonoClash. Was in dieser Konsequenz auch eine interessante Perspektive für die Kunstwissenschaft birgt.

Resonanz ist ein praxisnahes und beobachtbares Phänomen und gut geeignet den anhaltenden Aberglauben über Geist und Materie zu überwinden.

Anmerkung: Neue Techniken bringen neue Muster, aber es bedarf für neue Muster keiner neuen Techniken.

Gefördert durch die STIFTUNG Nord/LB-Öffentliche.


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