Forschungs-Praxis Well…come 21 – Grenzraum von Kunst und Wissenschaft

Eine laufende Untersuchung zum Bewusstsein an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig in Kooperation mit naturwissenschaftlichen Instituten

Seit Dezember 2002 messen wir überwiegend mit EEG-Geräten spezielle Bewusstseins-Zustände. Das Ziel war dabei eine Visualisierung von Gehirnaktivität und deren Synchronisation, die 2004 realisiert werden konnte: Die Erfindung des ‘Brain-Avatar’, die erste analoge Visualisierung von Gehirnaktivität durch Resonanz in Wasser und speziellem Licht. Seit 2005 als Live-Visualisierung (siehe www.brain-avatar.de). Es wurden hunderte Messungen dokumentiert und eine Reihe von Untersuchungen durchgeführt zur Veränderung von globalen Gehirnzuständen durch die Wirkung von Bewegung, Sounds, Ritualen, spirituellen Abläufen, Meditation, Neurotransmittern und Keimsilben.

Jede Wahrnehmung unserer Sinne und alle sonstigen Aktivitäten unseres Nervensystems, wie bewusste oder unbewusste Entscheidungsprozesse, Denken, emotionale Zustände äußern sich in feinen elektrischen Impulsen, die die Nervenzellen aktivieren. Diese elektrischen Impulse sind mit EEG-Geräten messbar. Nur was sind Frequenzen und wie stellen wir sie dar?

Heute stellt sich auch die Frage ob diese myriadenhaften Impulse lediglich zur Modulation der Resonanzmuster dienen (Stichwort Synchronisation), - das sie physikalisch zwingend und biologisch beobachtbar auslösen, - und das eigentlich zusammenfassende Phänomen darstellt. Der Übergang zur Komplexität legt zudem nahe den Fokus auf die Lesbarmachung der Zusammenhänge, das Bild vom Ganzen zu lenken. Die entstehenden Muster (Form!) könnten als Information ausreichen, um komplexe Aktivierungsmuster von Milliarden Zellen zu dirigieren. Zu beobachten ist, dass vor (!) einem Synchronisationsprozess kurz ein Muster, ein Nebel durch das Gehirn huscht.

Denkbar wäre: Die dreidimensionalen Resonanzbilder könnten als Form abgespeichert sein und jedes Neuron über Aktivierungsart und -grad informieren und so eine hochkomplexe Zusammenarbeit in 4-D schaffen. Frequenz und Form sind nicht mehr zu trennen und unser Gehirn ein musterbildender Resonanzprozess. Form könnte sich als unmittelbarer Ausgangspunkt und Modulator unserer neuronalen und dann sehr realen Handlungsfähigkeit entpuppen. Es sammeln sich nun Hinweise aus vielen Fachgebieten.


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