Stufe III (WS 06/07 - WS 08/09)/2

Forschungsprojekt
Well…come 21 - Realität und Bewusstsein im 21. Jahrhundert

Vorhaben

- Ausbau des Forschungs-Schwerpunkt „Resonance - action research with patterns“, insbesondere Soundanalysen der verborgenen Sounds von Körper und Geist sowie die Visualisierung von unsichtbaren Mustern (psychologische M., Bewegungsmuster, Zell-Kommunikation). Die `action` meint wichtige Experimente öffentlich durchzuführen und so zur Anwendung zu bringen in Kunst und Kultur, - sowie weitergehend auf eine Anwendung der Ergebnisse zu zielen (z.B. therapeutisch, in der Bildung etc.), quasi als Rücktransport in die Wissenschaft.

- Aufbau einer Plattform zur Realitätswahrnehmung und Darstellung zwischen Kunst und Naturwissenschaft (Arbeitstitel „Resonance Lab“), d.h. Nutzung und Ausbau der bestehenden Kontakte zu anderen Hochschulen und Instituten mit dem Ziel inhaltliche und gestalterische Forschung zu verknüpfen. Aufgrund der umfangreichen Vorarbeiten, Erfahrungen und Kontakten scheint es möglich zu sein das `Resonance Lab`, innerhalb von drei Jahren und mit Partnern Drittmittel-finanziert, zu einer dauerhaften interdisziplinären Forschungseinrichtung zu formen. Aufgrund der bisherigen Ergebnisse wird immer deutlicher, dass sich in Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft ein reicher Fundus abzeichnet, - auch deshalb, weil eine solche gemeinsame Grundlagenforschung kaum stattfindet. Der Marianengraben der Forschung.

- Durchführung des internationalen ReSONanz-Events „Global Brain Sounds“ (Stadt der Wissenschaft 2007). Dafür ist die Anfertigung/Nutzung einer dafür optimierten Spezialkamera nötig.

- Erstellung eines Fotobandes mit DVD zur Dokumentation der
bisherigen Ergebnisse und der theoretischen Hintergründe
.

- Planung und Durchführung eines mehrtägigen internationalen Symposiums zum
Thema „Resonanz / Muster“ von Kunst, Natur- und Geisteswissenschaft
(2008)

- Forschung & Medienexperimente in den Schnittstellen von Mensch/Maschine & Mensch/Mensch.

Dies umfasst auch die Schaffung von Interfaces, Räumen und Handlungsabläufen. Es gilt die Frage zu beleuchten, ob und wie sich in den Schnittstellen das Unbewusste äußert (persönlich, kulturell, mediengeschichtlich). Hierzu werden Experimental-Anordnungen ersonnen, also interaktive Rauminstallationen getestet. Der Boom des Internet und der Computerspiele macht unseren Wunsch nach Interaktivität deutlich. Wie sind wir, dass wir nicht nur aktiv, sondern unbedingt dazwischen, also inter sein wollen? Und dies hier und jetzt. Welche Schnittstellen/Grenzen markieren dieses Bedürfnis nach Bewegung? Wie sehr bestimmen künstlich produzierte Interfaces den menschlichen Umgang untereinander sowie den Zugang zu unserer gestalteten Realität?

Die Darstellung von aktuellen Inhalten betrifft alle Forscher von Wissenschaft und Kunst gleichermaßen. Die Kompetenz zur realen Darstellung von Wirklichkeit wird gemeinhin der Wissenschaft, die der abstrakten Darstellung der Kunst zugeordnet. Diese Teilung der Darstellung macht jedoch für viele Forschungsfelder keinen Sinn mehr, da sich die Realität als zunehmend komplex und abstrakt darstellt, die Prozesse sich im Unsichtbaren abspielen oder von vornherein abstrakt sind. Die Herausforderung einer angemessenen Visualisierung von aktuellen Erkenntnissen über uns und unserer Welt ist nur gemeinsam zu lösen. Dies gilt umso mehr, wenn Inhalte der Öffentlichkeit vermittelt werden sollen.

Medienwechsel und das Spiel mit den elementaren Medien sind die Grundlage der Überlegungen. Der Brain-Avatar z.B. geht von einem Soundereignis aus, das durch Resonanz, Wasser und Licht sichtbar wird. Die Erfindung des Avatars sollte nicht als Werk, sondern als das (Wieder-)Auffinden eines Mediums verstanden werden.

Förderung durch:

Stufe III (WS 06/07 - WS 08/09)/Zeitplan


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