Bedingtheit von Realität und Bewusstsein

»Where is the love?« Black Eyed Peas

»Der Moment, wo ihr seid bei euch selbst … Kommt zusammen,
seid ganz für euch selbst — das geht nicht allein.«
Mia

Kultur ist das Zusammenspiel von Werten, Weltanschauungen, ­Zielsetzungen und Gewohnheiten, die einen Kulturraum charak­terisieren und von anderen unterscheiden.

»Wir wissen viel, und unsere Sehnsucht ist echt, echt auch un­sere Bereitschaft, unser Wissen für nichts zu achten und seelisch von vorn zu beginnen. Aber eben da fehlt uns jede Tradition, jede Technik, jede Erziehung. Unser Besitz an Wissen vom inneren Le­ben, an Herrschaft über die Triebe, an Mitteln zur Pflege der Seele ist ein Nichts.«
H. Hesse, Aus Indien, 1921

Neben Meditation, Körperarbeit und einem rationalen Glauben kann noch ein weiterer Bereich unsere Fähigkeiten zur Evolution des Bewusstseins ergänzen: »Diese Evolution ist ein kultureller Prozeß, und Kunst und Künst­ler spielen dabei eine wichtige Rolle […] Abgesehen von ihren be­sonderen Ausdrucksweisen und Bewertungsmaßstäben schöpfen Kunst und Literatur aus der gleichen Quelle, wie Wissenschaft, Phi­lo­­sophie und Spiritualität: aus der Einsicht in das Wesen mensch­licher Erfahrung.« E. Lazlo, Physiker und Pianist

»Was jenes erste Bild war, aus dem sich alle weiteren Bilder wie auch die Begriffe entfaltet haben, und wie es aussah, entzieht sich unserem Wissen. Nur so viel können wir sagen,daß aus seinem Stamm das weitverzweigte dialektische System des Ästhetischen und des Rationalen, der Kunst und der Wissenschaft hervorge­wach­sen ist. Zwischen dem echten Namen, der gleichzeitig den Nennen­den und den Genannten nennt, indem die Wahrheit der le­bendigen Ich-Du-­Beziehung sich offenbart und dem anderen Na­men, der sich als ›erstes Bild‹ zwischen das Ich und das Du einschiebt, liegt der jähe Bruch des Sündenfalls. […] In dem Polaritätsverhältnis von Kunst und Wissenschaft oder Bild und Begriff wird die Schrift zum Ausdrucksmittel des Wissen­schaftlichen. Wie das Bild, so will auch das geschriebene Wort das andere wiedergeben und also den Namen nennen […] Der Realismus des autonomen Ich wird immer nur der eigenen Realität gerecht und auch dieser bloß in der Form, in der er sie sehen will.« Erwin Reisner, Philosoph


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