Brain Sounds

Zur Zeit wird der Brain-Avatar weiterentwickelt. Dabei ergeben sich ganz neue Perspektiven. Als ich einfache Soundfilter entwarf und auf Original-EEG-Sound anlegte, zeigte sich, dass darin eine Vielzahl von Sounds, Harmonien, Rhythmen und Modulationen versteckt sind. In der Addition hört man lediglich Rauschen und eine Kakophonie, doch die Filter lassen und hören, was sonst untergeht.

Als Hörprobe stehen zehn Versionen zur Verfügun sowie die original EEG-Aufzeichnung. Alle zehn Beispiele sind immer demselben Ausgangsmaterial entsprungen: aus einer bestimmten Sequenz aus einer EEG-Aufzeichnung von Nana Nauwald beim Durchführen eines Trance-Rituals.

Sie hören immer dieselbe Sequenz, doch die Sounds variieren extrem. Für mich war es faszinierend zu hören, wieviele unterschiedliche Sounds parallel vorliegen…und wie heftig die zum Teil ‘reingehen’.

Warum ein Trance-Ritual? Dabei ist ein hohes Maß an Synchronisation zu erwarten und die Gehirnaktivität ist sehr gleichbleibend und stabil. Für eine erste Testreihe ideal.

Weiterentwicklung des Brain-Avatar? Letztlich soll der Brain-Avatar die Synchronisation der Gehirnaktivität visualisieren. Daher muss es Ziel sein, die Synchronisation aus dem gesamten Sound, -der gesamten Information, die das EEG aufzeichnet-, herauszufiltern. Zur Erinnerung: Synchronisation stellt die entscheidende Gehirnaktivität dar. Alle Entscheidunge, Sinneseindrücke, Gefühle etc. kommen zustande, weil eine Reihe von Nervenzellen sich synchronisieren. Alle anderen Gehirnaktivitäten sind lediglich Aktivationen, die zu nichts führen, - quasi das Rauschen des Gehirns.

Globale Synchronisationen sind recht bekannt und legen vor, wenn alle Gehirnbereiche auf derselben Frequenz ‘funken’ und diese zudem phasensynchron ist, also ohne zeitlichen Versatz. Man sprcht dann davo, dass jemand gerade im Delta-, Theta-, Alpha- oder Betazustand sich befindet. In einer tiefen Meditation befindet man sich zum Beispiel bei 4 Hertz im Delta (vier Wellenberge pro Sekunde). Diese globalen Synchronisationen sind seltene Ausnahmezustände und einfach festzustellen.
Die alltägliche Synchronisationversteckt sich jedoch im Meer der Gehirnaktivität. Zudem kann auch Synchronisation bestehen, wenn diese zeitlich versetzt ist, also nicht phasensynchron ist. Diese Form der Synchronisation zu entdecken ist sehr viel komplizierter, aber durch äußerst aufwendige mathematische Verfahren möglich (Fourier-Transformation). Af dieser Möglichkeit fußen nun die Sound-Experimente.
Die Mathemtik nimmt die Gesamtinformation der Frequenzen, wandelt diese in Zahlen um transformiert sie, bis nur noch die Synchronisation übrig bleibt. Muss es dann nicht auch möglich sein einen Soundfilter zu entwickeln, der ähnliches leistet? Ist unser Ohr nicht auch besonders geeignet Synchronisation, auch zeitversetzte, zu erkennen? Fragen, die mit der Naturwissenschaft zu klären und mit Musikern auzuprobieren wäre.

Für Hinweise zu ähnlicher Forschung bzw. Ansprechpartner aus Wissenschaft und Kunst wäre ich dankbar. Ebenso für Feedback.

Mit quantischen Grüßen

Martin Schöne

schoene@hbk-bs.de

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