Plattform zur Realitätswahrnehmung und Darstellung zwischen Kunst und Wissenschaft
Stufe I
Stand: 12/2002
2002: Idee & Diskussion, ab 2003: Realisation
Es geht um die Verbesserung zwischenmenschlicher Kommunikation. Das Experimentieren, seit jeher auch Aufgabe der Kunst, kann hierbei seinen Anteil leisten. Eine Wissenssammlung, ein Forum zur Thematik der besonderen Art soll sich dabei im Netz abbilden und als Grundlage der Kommunikation mit der Wissenschaft dienen.
Was ist mit Plattform gemeint?
Plattform meint eine verbindende Schnittstelle, die virtuell als auch physisch in Erscheinung tritt. Ein Raum, wo sich Wissenschaft und Kunst gemeinsam der Herausforderung stellen können, Entwürfe zum Verständnis unserer Wirklichkeit abzugeben. Unserem überholten Kultur-Paradigma, die Dinge voneinander isoliert zu betrachten, soll entgegengewirkt werden.
Fragestellung:
1. Wie muss eine Plattform aussehen, damit wissenschaftliche Gedanken, Erkenntnisse und Meinungen unterschiedlichster Fachgebiete am ehesten zusammenfinden?
2. Wie kann Wissen aufbereitet und untereinander vernetzt werden, damit Bedeutung und Zusammenhang deutlich werden?
3. Wie kann man Podium und Publikum näher zusammenbringen? Wie kann wissenschaftliche Erkenntnis erfahrbar werden? Sind Strukturen möglich, die die Informationsflut beherrschbar machen und sinnstiftend sind?
Als Orientierung in der Beliebigkeit der gestalterischen Interpretation
dient uns das quantische Weltbild. Unsere Vorgaben waren ursprünglich die Phänomene und wurden wie folgt in technisches Vokabular umgeformt:
1. Emotionales Interface
2. Interaktivität
3. Dreidimensionale Oberfläche
4. Holographisches Netzwerk
5. Kommunikations-Assistenten
6. Synchrone Visualisierung von Inhalten, Zusammenhängen, Bedeutungen, Entwicklungen, Tendenzen etc.
7. Auflösung von Statik und dem linearen Link
8. Nutzung und Darstellung der Gehirnaktivität, auch als Online-Medium
Wir glauben, eine Umsetzung dafür gefunden zu haben und dass dies neuartig ist: Neben einer herkömmlichen Internet-Datenbank mit linearen Links besteht die Möglichkeit, das Thema zehndimensional als ›Doppelgalaxie Realität und Bewusstsein‹ darzustellen, die eine äußere und eine innere Ebene aufweist, so wie die Wirklichkeit eine Realitätsebene und eine quantische Ebene trägt, wobei die quantische Ebene der Wirklichkeit näher kommt als die Realitätsebene, die alles getrennt darstellt.
Ausgangs- und Zielpunkt sind dabei die Begriffe, da diese unsere Kultur und unsere persönliche Realität definieren — und somit unsere Vorstellung von Wirklichkeit.
Stellen Sie sich vor …
Der weite Raum erstreckt sich vor Ihnen. Sie sehen auf eine große Galaxie … Mit der Maus können Sie Ihr ›Schiff‹ (Bewusstsein) durch den Raum steuern. Beim Näherkommen erkennen Sie, dass alle Sterne, Globen, Planeten ein Begriff, ein Wort tragen. Die Sonnen werden beim Näherkommen zu Sternenhaufen. Ein Kosmos aus Begriffen. Zwischen den Begriffen, im weiten Raum findet das Leben statt. Dort sind Sie und die anderen. Durch Eingabe bestimmter Begriffe werden Sie in einem Quantensprung dorthin versetzt. Ziel war dabei, die komplexen Zusammenhänge als visuelle Information erfahren zu können. Die Verhältnisse der Begriffe untereinander. In diesem Begriffsuniversum stehen die Begriffe, die Globen voneinander getrennt, wie auch alle Objekte im Universum, von außen betrachtet, getrennt sind.
Sie können jedoch in die Atmosphäre der Planeten eintauchen, in die Sonnen reisen und sich in den Begriffs-Welten bewegen. Dann erhalten Sie Einblick in die inneren Zusammenhänge zwischen den Begriffen. Ein Gleichnis für den inneren Zusammenhang der Objekte, der Materie. Siehe Dimension X.
Der Space kann 10 Dimensionen der Begriffe gleichzeitig darstellen (siehe nächste Seite). Ein Bild, ein interaktives Bild, in das Sie eingreifen und Veränderungen vornehmen können. Dies entspricht schon eher einer zeitgemäßen Wirklichkeitsbeschreibung. Ganz im Gegensatz zur üblichen experimentellen Zerlegung. Hinzu tritt als Gesamteindruck die Konstellation der Begriffe untereinander. Da sich die Begriffe in Bewegung befinden, können auch Entwicklungen deutlich gemacht werden. Zum Beispiel das Umschlagen des Begriffsuniversums, wenn der Übergang von rein mechanistischer Betrachtung in das quantische Weltbild sich vollzieht.
Dies allein trägt eine unglaubliche Informationsdichte, obwohl Sie nur Begriffe sehen und hören — da jeder Begriff einen Ton oder Modulation trägt.
Ziel sind innere Filme (realabstrakte Filme), die jedoch einer äußeren, bewussten Steuerung unterliegen. Eine Art erweitertes, interaktives Hör-, Seh- und Denkspiel.
Es gibt drei große Galaxien in diesem Universum der Begriffe, die durch die Dimension X, die aufgelösten Dualismen zusätzlich verbunden sind.
• Die Galaxis der fundamentalen Wirklichkeit, der persönlichen Realitäten und der menschlichen Projektion und Konstrukte.
• Die Galaxis des Immatriellen/Geistigen, die Kunst und Wissenschaft enthält, bzw. der Materie, die z.B. die Technik enthält. Also zwei Sternhaufen.
• Die Galaxis der potentiellen Information, des Bewusstseins sowie des Unbewussten, also drei Sternhaufen.
Die Fahrten werden in einem Logbuch aufgezeichnet und sind wiederholbar. Auf dem Server werden sich viele Logbücher befinden, und wir wollen auch themenspezifische und historische Logbücher zur Verfügung stellen.
So haben auch prominente Forscher die Möglichkeit, komplexe Zusammenhänge spielerisch und visuell zu vermitteln. Jedes Logbuch enthält nur kleine Steuerbefehle und kann dennoch ein Langfilm sein. Der Nutzer wird dann per Autopilot durch den Space gesteuert.
Dimension I Inhalt = Begriff
Dimension II-IV Raum = Breite, Höhe, Tiefe des Space (unbegrenzt)
Dimension V Zusammenhänge = Konstellation der Begriffe
Dimension VI Entwicklungen = Bewegung der Begriffe im Raum
Dimension VII Zeit/Geschichte = Ablauf der Fahrt. Zeitreisen und die Veränderungen beobachten. Auch historische Konstellationen.
Dimension VIII Begriffe erhalten Töne oder Modulation, die Sie umso lauter hören, je näher Sie kommen: Im Ergebnis ist in jedem Teil des Space ein speziel- ler Sound, der sich durch die Bewegungen verändert.
Dimension IX Tendenz = Begriffe werden größer und kleiner, und damit auch leiser und lauter.
Dimension X Bedeutung = Beim Navigieren in einen Begriff kommt man auf die zweite Ebene der Home page (Dualistischer Begriffstunnel): Ein Tunnel ist zu durchfahren, der zum Gegenbegriff führt, wobei ein Film abläuft und Schlagzeilen auf blitzen (die zur konventionellen, textlastigen dritten Ebene der Homepage führen).
Die kulturell gesetzte Bewertung der Begriffe wird durch den quantischen Dualismus aufgelöst/relativiert, da die tiefste Bedeutung eines Begriffes in seinem Gegenpol liegt.
Hinzu tritt Interaktivität = Nutzer/in kann den Space verändern, erweitern etc. (Datenbank für registrierte User)
Die weiten Begriffswelten unserer Sprache, manche Begriffe sind weit weg und nur als Sterne sichtbar. Sie können gemächlich hindurchreisen oder in Quantensprüngen durch die Weiten unserer Realität und unseres Bewusstseins reisen, um die Wirklichkeit komplex zu verstehen — wobei das intuitive Verständnis von komplexer visueller Information die Hürden unserer Sprache elegant umgehen soll.
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- Veröffentlicht:
- 5:42 PM / 5:42 PM
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