Presseinformation/Zusammentreffen I

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Ein Realitätsabgleich zwischen Kunst und Wissenschaft.
Tagung am 6. und 7. Juni 2002 in der Aula der HBK
Das zweitägige Symposium ist der Einstieg in einen mehrsemestrigen Dialog zum Thema ›Realität und Bewusstsein‹, der das Ziel verfolgt, neue Kommunikationsformen zwischen Kunst und Wissenschaft zu entwickeln. Seminare, eine Netzplattform, zwei Tagungen und eine Buchpublikation sind die Medien des Dialogs nach einem Konzept von Prof. Birgit Hein und Martin Schöne. An der Tagung am 6. und 7. Juni 2002 nehmen teil: Prof. Dr. Thomas Görnitz, Dr. Günter Haffelder, Dr. Rolf Küster, Dr. Peter Malinowski, Prof. Ulrich Plank, Prof. Dr. Fritz A. Popp, Dr. Stefan Winter.
Die Befragung und Erweiterung der Wirklichkeit gehören zur Aufgabe der Kunst und der Wissenschaften gleichermaßen. Künstler, Kunstwissenschaftler und Designer wollen einen aktiven Dialog mit Vertretern der Neurobiologie, Physik, Philosophie und Psychologie führen. Die Kunsthochschule bietet den hierfür notwendigen freien Rahmen, um einen solchen Prozess zu initiieren. Ziel des gesamten Forschungsprojektes ist der Aufbau und das Betreiben einer interaktiven Diskussions- und Kommunikations-Plattform für Wissenschaft und Kunst. Als theoretischer Kern und Ausgangspunkt bietet sich hier die Quantenphysik an, doch auch andere Schlüssel - Wissenschaften wie Neurobiologie, Genetik, Chaosforschung und Psychoanalyse. Den zentralen Diskussionsgegenstand wird die Bewusstseinsforschung bilden, da es hier möglich scheint, wahrhaft interdisziplinär über ein Thema zu diskutieren.
Das erste ZUSAMMENTREFFEN soll durch einen Austausch mit bedeutenden Wissenschaftlern den aktuelle naturwissenschaftlichen Forschungsstand beleuchten. Ein geisteswissenschaftlicher und künstlerischer Einstieg in das Thema und die Betrachtung möglicher Konsequenzen daraus werden Gegenstand der Auseinandersetzung sein.
Und es wird Neuigkeiten geben: Prof. Dr. Fritz A. Popp präsentiert aus Anlass der Tagung seine unveröffentlichten Forschungsergebnisse zur Biophotonik aus einer 12-jährigen Zusammenarbeit mit Princeton. Außerdem bestätigen aktuelle Ergebnisse die Annahmen von Prof. Dr. Thomas Görnitz, Assistent vom Quantenpapst Carl Friedrich von Weizsäcker, so dass dieser nun weiterführen kann, was er mit seiner Publikation ›Quanten sind anders‹ begann: Die Beschäftigung mit dem Bewusstsein.
Die Erkenntnisse der Quantenphysik, die unser wissenschaftliches Weltbild grundlegend veränderten, haben bisher in völlig unzureichendem Maße in das Allgemeinwissen unserer Gesellschaft Eingang gefunden. Die durchschnittliche Schulbildung produziert nach wie vor eine Weltsicht, die eher den mechanistischen Kausalitätstheorien des vorletzten Jahrhunderts entspricht als der modernen Quantentheorie.
Wir leben in einer Kultur, die wissenschaftliche Erkenntnisse immer stärker als Existenzgrundlage nutzt und sich gleichzeitig ein immer geringer werdendes Allgemeinverständnis eben dieser Erkenntnisse leistet: Eine fatale Diskrepanz! Die Generierung einer gemeinsamen Diskussions- und Präsentationsplattform zwischen Wissenschaft und Kunst hat das Ziel, ein erweitertes Verständnis des modernen wissenschaftlichen Weltbildes im Bereich der Kunst und auch in der allgemeinen Öffentlichkeit anzuregen.
Da dem Prozess der Kommunikation bei diesem Experiment eine besondere Bedeutung zukommt, ist es wünschenswert, dass die TeilnehmerInnen an beiden Tagen das ZUSAMMENTREFFEN verfolgen.
Für diese ist in der Aula ein innerer Kreis vorgesehen, ein Raum im Raum, um eine intensive Auseinandersetzung zu ermöglichen.
Zurzeit sind bundesweit zahlreiche Aktivitäten bzw. Veröffentlichungen zum Thema zu verzeichnen, wie zum Beispiel die Austellung Iconoclash im ZKM, Karlsruhe, die Vortragsreihe Iconic Turn in München, die aktuellen Forschungsergebnisse des IIB, Neuss sowie die Entdeckung quantenmechanischer Vorgänge im Gehirn.

Prof. L. von Monkiewitsch (links) und Prof. Dr. F.A. Popp

im Vordergrund v.l.n.r.: Prof. Dr. T. Görnitz, Prof. U. Plank,
Dr. G. Haffelder
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- Veröffentlicht:
- 6:06 PM / 6:06 PM
- Kategorie:
- Vorträge des Zusammentreffen I
