Situation




bekannt und bitter
So wie das 20. Jahrhundert einerseits den Holocaust wie auch nie dagewesene Rechte und Freiheiten hervorbrachte, so scheint auch die aktuelle Entwicklung zwiegespalten: Einerseits eine zunehmende Entwürdigung, Käuflichkeit, Selbstaufgabe, Sich-zur-Schau-Stellen, das rückhaltlose Sich-Einbringen als Ware und andererseits eine immer breiter werdende Wurzelbewegung, die sich ihrer Rolle als Teil einer geistigen Evolution bewusst sind.
Die Angaben entstammen Publikationen von Ernst Ulrich von Weizsäcker, der UN-NGO, der ILO und besonders ›Macroshift‹ von Ervin Lazlo. Die selbstgerechte Ignoranz macht wütend:
Den 500 reichsten Personen gehört soviel Vermögen wie den 3 Milliarden Ärmsten.
Beim heutigen Umweltverbrauch entsteht zur Zeit die historisch einmalige Situation, dass die Nachfrage nach Ressourcen die Kapazität des Planeten überschreiten wird. Bei Wasser z.B. im Jahre 2025.
Den 2 Milliarden Menschen der Schwellenländer wird durch weltweites Marketing, politische Rethorik, Hollywood etc., also den Spitzen der globalen Unkultur, suggeriert, dass der ungehemmte Ressourcenverbrauch, wie in den USA, auch in den Schwellenländern möglich ist. Dies ist definitiv nicht möglich.
Die USA verbrauchen im Namen der Freiheit z.B. 35 mal mehr Umweltressourcen als Indien.
Zur Zeit gibt es ca. 50 Millionen Kinderarbeiter sowie Millionen Kinder, die sich prostituieren müssen.
Täglich sterben tausende Kinder, weil ihnen sauberes Wasser oder Nahrung fehlt.
In den USA wird 30mal mehr für das Abnehmen ausgegeben, als das UNO-Budget der Hungerhilfe. Wobei die Privilegierten dieser Welt sich dazu gerechtfertigt fühlen.
Die führenden 500 Konzerne beschäftigen lediglich 0,05% der Weltbevölkerung, beherrrschen jedoch 70% des Welthandels.
Die G8-Staaten, die 80% des Welthandels beherrschen, sind direkt dafür verantwortlich zu machen, dass die meisten Landwirte dieser Welt zu bitterster Armut gezwungen werden. Menschen, die sehr viel härter arbeiten müssen, als jeder von uns, sind häufig nicht in der Lage, ihre Familie zu ernähren.
Diese Familien, verarmt durch den durch die G8 kontrollierten Welthandel, sind die ›Hauptlieferanten‹ des Millionenheers von Kinder-Prostituierten — und die Menschen der G8-Staaten die ›Hauptabnehmer‹.
Die für die Entwicklungs- und Schwellenländer erdrückenden Schulden entsprechen den Militärausgaben von lediglich 4,5 Monaten. Soll die Schraube überhaupt gelockert werden?
Welche Werte hat unsere globale Kultur?
Die Abwesenheit jeglichen Mitgefühls (nicht zu verwechseln mit dem gönnerhaften ›Mitleid‹) in unseren globalen Werten, Kapital und Aktienindex, liegt an unseren geistiges Grundlagen aus Angst.Diese Form der Medien-Globalisierung führt zu einer immer rücksichtsloser werdenden Selbstsucht, zu einer Entrechtung und Entmenschlichung der Meisten. Die unglaublichen Unterschiede im Wohlstand der Menschen, die weiterhin anwachsen, sind eine späte Folge des weltweiten Kolonialismus, der mit wirtschaftlichen Mitteln weitergeführt wurde. Früher wurden die Ressourcen einfach geraubt, später dominierten die Kolonialmächte alle wirtschaftlichen Schlüsselpositionen und verhinderten die Wertschöpfung aus den Ressourcen innerhalb der Ex-Kolonien.
Sofern versucht wurde, die Wertschöpfung in die eigenen Hände zu nehmen, wie in Südamerika durch Verstaatlichung mehrfach versucht, wurde wirtschaftlich, militärisch oder geheimdienstlich massiv eingegriffen und das primitive Recht des Stärkeren auf diese Weise durchgesetzt.
Der klassische Liberalismus, gern mit ›Freiheit‹ beworben, ist keine Toleranz, sondern Gleichgültigkeit, geist- und herzlos.
Die ›Vereinigung besorgter Wissenschaftler‹, 1.670 Wissenschaftler, darunter 102 Nobelpreisträger, erklärten schon vor 10 Jahren:
»Wir brauchen eine neue Ethik. Die Ethik muss eine große Bewegung in Gang setzen und selbst zögernde Meinungsführer, zögernde Regierungen und zögernde Menschen davon überzeugen, die benötigten Veränderungen einzuleiten […], wenn gewaltige menschliche Not vermieden und unsere globale Heimat auf diesem Planeten nicht unwiderruflich verunstaltet werden soll.«
Wir stehen am Rande der Vernichtung dessen, was wir heute als Minimalforderung an eine Zivilation stellen. Denn auch wir Privilegierten werden nicht verschont bleiben von den Folgen des mechanistischen, menschenverachtenden Bewusstsein, das unsere Kultur durchdringt, da wir uns unsere Lebensgrundlage entziehen:
Zum jetzigen Zeitpunkt sind schon 42% der polaren Eiskappen geschmolzen, trotzdem steigt der CO2-Ausstoß in den kommenden 20 Jahren voraussichtlich um 50%.
»Bei einer weiteren Zunahme der globalen Erwärmung würde die Süßwassermenge, die in den Nordatlantik strömt, genügend Eisberge mit sich führen, um den Golfstrom umzulenken. Das würde Westeuropa einen Zustrom von Kaltwasser aussetzen und Winter sibirischer Kälte über einem Großteil des Kontinents nach sich ziehen.«
In Folge dieser kontinentalen Katastrophe würde der Monsunkreislauf, der für die Ernten der bevölkerungsreichsten Länder Südostasiens existenziell ist, zusammenbrechen.
Minütlich !
• werden 21 Hektar tropischen Regenwaldes vernichtet
• wächst die Wüste um 11 Hektar
• fallen 180 Tonnen Schwefelsäure auf die Erde
Wir verbrauchen unsere Grundlagen.
Es ist daher unter Experten ein offenes Geheimnis: wenn nicht die kritische Masse im Wandel des Bewusstseins eintritt, wir also weiterhin unsere Evolution des Geistes blockieren und uns einer Entwicklung verweigern, werden wir untergehen wie die unflexiblen Dinosaurier. Kulturen, die sich der Wirklichkeit verweigerten, gehen nun einmal unter, so das Gesetz der Evolution.
Verblendeter Hochmut kommt vor dem Fall. Der Glauben an den ewigen Erhalt der Macht ist absolut irrational und meist Grund von späterer Ohnmacht.
»Während Macht für viele das Allerrealste auf der Welt zu sein scheint, hat die Geschichte der Menschheit bewiesen, dass Macht die instabilste aller menschlichen Errungenschaften ist.«
E. Fromm
Die Quantenmechanik greift seit Neuestem nicht nur als fundamentales natur- und geisteswissenschaftliches Konzept, sondern erreicht nun unseren Leib, unsere Psyche, unsere alltäglichen körperlichen und geistigen Erfahrungen. Die Alltäglichkeit dieser Prozesse und Möglichkeiten zu erkennen und die quantische Wirklichkeit, die ewige Macht, in Kultur zu überführen, in Ökonomie und Leben, ist die Aufgabe des 21. Jahrhunderts — und sein Potential.
»Lassen Sie uns unserer eigenen Nation, den Vereinigten Staaten, ehrlich ins Gesicht blicken.
Wie haben wir ausgehend von der Handvoll Pioniere, die hier vor knapp fünfhundert Jahren landeten, unser Imperium errichtet? Wir rotteten nach und nach die gesamte indianische Rasse aus, die wir hier vorfanden und entführten Tausende von Afrikanern in die Sklaverei, genau wie unsere wilden Vorfahren es Zeitalter zuvor taten. Wir führten über hundert Kriege und töteten Hunderttausende von Menschen, die wir uns zu Feinden machten, indem wir ihre Feinde waren. So haben wir unser Imperium errichtet. Wir haben durch das Schwert gelebt und scheinen nun sehr erstaunt, dass wir vom Tode durch das Schwert bedroht sind. Wir machten uns alle Menschen zu Feinden und wundern uns nun, warum wir denn Feinde haben. Wir verletzten Gottes Gesetz, indem wir raubten und mordeten, um für uns selbst Glück und Wohlstand zu erlangen — dabei jedoch anderen ihr Glück und ihren Wohlstand nahmen.
Alle Imperien wurden auf diese Weise errichtet — alle in absoluter Verletzung des göttlichen Gesetzes der Liebe. Alle nahmen sie, was sie wollten, mit dem Recht der Stärkeren genau wie unsere Ahnen im Urwald. Und alle beteten inbrünstig zu Gott um Sieg über ihre Feinde, so wie die frühen biblischen Stämme Gott um die Macht anflehten, ihre Feinde zu zerschmettern. Gottes Gesetz funktioniert immer. Was immer Sie säen, ernten Sie hundertfältig. Wer Wind sät, wird Sturm ernten. Wer Sturm sät … «
Walter Russell, so genanntes amerikanisches Universalgenie, am 19.Mai 1951 in einer Feierstunde zum ›Tag der Streitkräfte‹
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ein Beitrag auf well…come 21
- Veröffentlicht:
- 12:50 PM / 12:50 PM
- Kategorie:
- Kultur
