Synchronizität




Der Gedanke der Synchronizität, schon von C.G. Jung wie Wolfgang Pauli interdisziplinär entworfen, stellt sich zunehmend als zentrales Element erweiterter Kommunikation heraus. Synchronizität ist immer dann gegeben, wenn
a) etwas quasi Unmögliches passiert, eine enorme Ballung von Zufällen eintritt und
b) diese Zufallsballung unglaublich sinnvoll ist. Was auch die Definition eines Wunder sein könnte. Sie tauchen permanent im Leben auf, und ohne diese würden Materie und Leben sofort zerfallen.
Kinder meditieren permanent
Durch die Messungen der Gehirnströme (EEG), wie sie in jedem Krankenhaus ausgeführt werden, ist bekannt, dass bei Kindern bis zum 5.– 6. Lebensjahr die Frequenz, auf denen ihr Gehirn schwingt, lediglich gut 5 Hz (= Schwingungen pro Sekunde) beträgt. Der Wachzustand beim Erwachsenen beträgt dagegen 11 Hertz, wobei wir 5 Hz nur in Meditation oder Schlaf erreichen. Zudem wird beim Kleinkind ein Zustand hoher Angleichung der modulierten Frequenzen erreicht. Dieses Phänomen ist eine Synchronisation der Frequenzen und in seiner Wirkung als Synchronizität zu werten und kann so beide Gehirnhälften sowie alle Gehirnareale ganzheitlich verbinden. Klein-Kinder empfangen|senden nicht nur auf einer anderen Frequenz, sondern sie verfügen auch über ein doppelt so hohes Potential ihres Transformationsraumes, da sich die Amplituden addieren.
Bei unserer Messung des Lama Doboom Tulku am 12.12.2002 lag der Normalzustand quasi permanent bei oder unter 5 Hz, wie beim Kind.
Auch in der westlichen Welt gelten die höchsten Lamas als besonders weise. Daher scheint es so zu sein, dass
a) der Mensch erwachsen werden kann, ohne diesen Einheitszustand zu verlieren und
b) die Fähigkeiten des Erwachsenen dadurch an Qualität gewinnen.
Diese Erkenntnis zu kultivieren und unseren Kindern zugänglich zu machen, ist ein enormes Potential dieser Zeit. Uns geht es um die Bewusstwerdung dieses Zustandes, nicht um das permanente Erleben dieses Zustandes, wie bei einem Lama. Der Zusammenhang von Bewusstwerdung und steigenden Frequenzen mit ca. 5 Jahren entspricht wohl dem Punkt, ab dem wir eigene bewusste Erinnerungen haben. Erinnerungen an die ersten Lebensjahre haben wir üblicherweise nur durch Träume, die nach dem Entstehen der höheren Frequenz geträumt wurden.
Was passiert bei Synchronizität?
Wenn z.B. unser Reptilienhirn, das limbische System und der Neokortex (Bewusstsein) auf einer Frequenz Information verarbeiten oder erzeugen, kann das Gesamtpotential des Menschen genutzt werden: Gefühl, Logik, Erfahrung, archaisches Wissen und intuitiver Zugang sind gleichgestellt und im bestem Austausch miteinander. Bei einem synchronisierten Nervensystem wäre es daher gut vorstellbar, dass ein ausgebreitetes Informationsfeld an jeder Stelle jede Information zur Verfügung stellt, was eine enorm gesteigerte Qualität und Dynamik mit sich bringt.
Ein gut synchronisiertes Nervensystem stellt einen Zustand höchsten Bewusstseins dar: hohe Konzentration und rationale Fähigkeiten bei voller Kreativität, hohe Wahrnehmungs-Sensibilität und maximale Intuition. D.h. wir können auch Informationen und Entwicklungen in den neuronalen Entscheidungssprozess einbeziehen, die wir aus klassischer Sicht nicht wissen können, — auch wenn uns diese Informationen häufig nicht ins Bewusstsein dringen.
Wenn Synchronizität auch im Gehirn wirkt, wäre die Leistungsfähigkeit des Gehirns besser erklärbar. Man muss dazu wissen, dass es bisher keine herkömmlichen Erklärung für diese gibt. Die Geschwindigkeit unserer neuronalen Leitungsbahnen sind bis zu einr Million mal länger und langsamer als bei einem Computer, — und doch kann es bis zu tausendmal schneller arbeiten, als ein Computer. Z.B. beim visuellen Wahrnehmungsprozess komplexer Situationen.
Das Phänomen des gänzlich anders schwingenden Bewusstseins von Kindern erklärt eventuell, warum z.B. der Dalai Lama als so natürliche, liebenswerte Persönlichkeit geschätzt wird, die eben auch einen kindlichen Zug besitzt. Dies ist nicht trotz der Weisheit so, sondern umgedreht: die Weisheit folgt vielmehr dem Grundzustand seines Gehirns; Weisheit ist keine Folge von Wissen oder Intellektualität, sondern die Folge einem Verständnis der Zusammenhänge.
Als Grundlage dieses Verständnisses kann nur persönliche Erfahrung dienen, die besonders in Momenten der Gehirn-Synchronizität erlebt wird. Diese seltenen kostbaren Momente, wenn man offen und gut ›gestimmt‹ ist. Das dabei aufkommende umwerfende Gefühl vollkommener Verbundenheit erfüllt die Menschen mit Liebe, Dankbarkeit und Glück. Nichts kann einem von seinen Fesseln, seinen Ängsten besser befreien. Synchronizität zu erfahren geht so tief, wie Glauben und Wissen vereint. Die Beschreibungen dieses Phänomens ziehen sich durch alle Zeiten, Kulturen, Religionen und Wissenschaften. Diesem Phänomen wollen wir in unserem Experimental-Labor mit EEG-Messungen praktisch auf den Grund gehen (siehe bei ZUSAMMENTREFFEN II - V).
Die christliche Mystik hat dies durch Meister Eckhart (1260-1328) besonders eindrucksvoll getan, der die verzehrende Gottesliebe der Mystik mit dem Verstand kreuzte und so ›die Geburt von Gott in der Seele‹ anstrebte — und sei es nur in Momenten. Die traditionellen Wege: Die Welt loszulassen, um sich dieser in Liebe zuwenden zu können, da sich darin Gott findet, oder sich von der Welt abzutrennen, wie in vielen Traditionen des Mönchtums (Askese). Uns interessiert dagegen ein weltlicher Weg der Selbstannahme über die Ausbildung von Synchronizität.
Die passive Hoffnung auf Frieden bzw. Zuwendung wird durch die aktive Aufmerksamkeit zur Liebe zu den Dingen eingelöst. Die feststehende Welt, auf die man keinen Einfluss hat, wandelt sich in eine veränderliche, mit der der Mensch in Verbindung steht und die er durch Zuwendung beeinflusst. Zuwendung ist vielgestaltig und wirkungsreich: der Mensch wendet seine Aufmerksamkeit der Wirklichkeit, der inneren Wahrheit der Dinge zu, was mehr meint als unsere Realität(en). Es meint die Ebene hinter dieser Ebene.
Zuwendung meint auch Räume öffnen: Entdeckungen, Erfindungen, Ideen, auch Transferleistungen von Kultur und Kunst. Zuwendung heisst auch spielen können, absichtsfrei sein, unmittelbar sein, wobei wir wieder beim Kind wären.
Über diesen Beitrag
Sie lesen gerade
“Synchronizität,”
ein Beitrag auf well…come 21
- Veröffentlicht:
- 11:43 AM / 11:43 AM
- Kategorie:
- Spiritualität
