Phänomene




Die Phänomene sind Ausgangspunkt und Grundlage des Projektes. Sie basieren auf Erkenntnissen der Quantenphysik und sind die sprachliche Essenz, um zu verstehen was mit quantischen Weltbild gemeint ist. Die Phänomene bilden die Grundlage von Materie, Energie und Leben. Quanten sind als Licht(-photonen) durch die Sonne unmittelbar erfahrbar und somit Ausgangspunkt allen Lebens. Unsere Zellkerne können das aufgenommene Licht in Form von Biophotonen speichern und wieder abgeben. Wie tiefgreifend und universell die quantischen Phänomene wirken, insbesondere in der Lebenswelt, ist jedoch noch umstritten, — trotz massiver Forschungsergebnisse. Das Projekt geht zudem davon aus, dass die quantischen Phänomene auch die Basis unseres Geistes darstellen.
Im Zusammenhang mit der Quantenphysik wird gerne beschwichtigend eingeworfen, dass diese nicht zu verstehen sei. Dies ist nicht nur falsch, sondern anachronistisch, da die technischen Anwendungen der Quantenphysik unsere Lebenswelt längst beherrschen: Der Transistor und somit unsere Massenmedien (Radio, Fernsehen, Computer) basiert auf der Quantenphysik, die die exakteste Mathematik liefert, die wir haben. Das Funktionsprinzip in Stichworten (Details im Kapitel Forschung):
- Superposition|Komplementarität (quantischer Dualismus)
- Selbstorganisation (Chaos vom Leben & nicht-kausal)
- Synchronizität (beseelte Zufallsballungen)
- Information als Matrix von Materie, Raum und Zeit
(Gedanken sind so real wie Atome)
- Non-Lokalität von Information, z.B. als ausgebreitetes Feld
Dieses Bild unserer Welt ergibt sich homogen aus den unterschiedlichsten Wissenschafts-, Erkenntnis- und Erfahrungsgebieten bis hin zur Technik. Sperrig knarren die Begriffe, doch dies ist es, was die Welt und uns zusammenhält. Eine innere Annäherung an die Wirklichkeit, die unzweifelhaft quantisch ist. Die Phänomene für sich zu nutzen — nichts wäre alltäglicher. Reine Information jedoch gibt unsere Sprache nicht her, alles ist veränderliche Bedeutung, — und somit zu definieren:
Realität
»Unsere Welten« — Wiedererschaffene, d.h. in der Illusion real gewordene Wirklichkeit. Die persönlichen Realitäten bilden den Rahmen für Sein und Erfahrung und benötigen einen Körper.
Projektion|Konstruktion
Was-nicht-wirklich-ist, doch durch die Schöpfung des Menschen zur Realität wird (z.B. Technik & Ideen), benötigt Bewusstsein.
Wirklichkeit
Information (Energie, Quanten), also alles und das Nichts — sowie deren überpersönliche Phänomene. Das unendliche Potential. Nichts kommt der Wirklichkeit so nahe, wie die Phänomene. Meist ist die Sprache ein Hindernis, doch hier der Doppelsinn ein wunderbarer Koan.
Auf einer Tagung des Projektes mit Naturwissenschaftlern ( siehe ZUSAMMENTREFFEN I) im Jahre 2002 dienten folgende Formulierungen als Grundlage:
+ Auflösung von Trennung und Dualismus (Innen|Außen, Körper|
Geist, Objektiv|Subjektiv …). Alle Dinge definieren sich durch ihre Beziehungen.
+ Auflösung der herkömmlichen Auffassung von statischem Raum und Zeit.
+ Auflösung der Vorstellung von Materie. Materie ist nur so fest und dauerhaft, wie die Informationsmatrix, die ihr zu Grunde liegt. Für den Menschen ist Information immer mit Bedeutung aufgeladen.
+ Materie folgt dem Prinzip des geringsten Aufwandes. Die Existenz von Materie ist enorm unwahrscheinlich und nur erklärbar, wenn das kleinste Teilchen sich seiner momentanen Gesamtsituation und Funktion ›bewusst‹ wäre, oder ein umschließender Geist lenkend eingreift, z.B. eine Erwartungshaltung bzw. Glauben an ein Ereignis heranträgt (Synchronizität)
+ Quanten sind die naturwissenschaftliche Grundlage für den geisteswissenschaftlichen Konstruktivismus. Inzwischen wurde der Dualismus von Konstruktivismus und Realismus aufgelöst (Deleuze, Derrida), wie der Dualismus überhaupt. Die tiefste Wahrheit eines Begriffes findet sich nun in seinem Gegenpol (quantischer Dualismus).
+ Das Chaos ist die einzige Ordnung des Lebens und wird Selbstorganisation genannt. Das Ideal stellt hierzu die Kontraposition dar und existiert nicht in den natürlichen Systemen, außer im Tode — ist jedoch unser Maßstab. Die Wortbedeutungen vieler Eckpunkte unserer Sprache wie Chaos, Ordnung und Ideal sind irreführend definiert.
+ Non-Lokalität ist die raum- und zeitlose Verbindung zweier Quanten, so genannte korrelierte Photonen, auch in uns.
+ Unbestimmtheit: Alles ist immer in Bewegung und in Beziehung. Demnach bedeutet es die Entwicklung vom Sein zum Werden aller Dinge.
Der gesellschaftliche Maßstab ist jedoch das überkommene mechanistische Weltbild. Dieses arbeitet entsprechend seiner Natur, und ist z.B. von Hegel, Marx, Nietzsche und Freud beschrieben worden. Es ist recht ungeeignet für dynamische Komplexität, die heute immer zentraler wird. Das System nutzt nicht die Ordnung der Dinge. Dies wirkt tiefgreifend gesellschaftlich und sozial dysfunktional — der Stress wird höher. Wir sind leider fern der Wirklichkeit. Unsere Vorstellungen, unser Glauben an bestimmte Dinge, — gern »Weltbild« genannt — , erlaubt es uns nur unzureichend gesellschaftliche Systeme zu schaffen, die die Phänomenen umfassend nutzen. Unsere Systeme sind gänzlich anders organisiert (siehe Kultur). Wir verdrängen täglich Dinge, die nicht in unser Bild von der Welt passen. Notwendige Übereinkünfte, um Kommunikation zu ermöglichen? Möglich. Jede Kultur ist nur ein Realitätstunnel? OK, aber dies kann nur der Anfang sein. Wie ist dieser Tunnel ausgerichtet und wo ist er verortet? Ich glaube, wir können dies gestalten, wenn wir es denken können und erfühlt haben, — denn »die Macht ist mit uns« (Obi Wan Kenobi, 1977).
Sinn des Projektes ist es, diese Gestaltung zu untersuchen.
Über diesen Beitrag
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ein Beitrag auf well…come 21
- Veröffentlicht:
- 11:14 AM / 11:14 AM
- Kategorie:
- Geist/Körper/Materie
